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116 Stunden Marathonvorlesungen
An der CVJM-Hochschule fand vom 27. April bis zum 1. Mai 2010 eine etwas andere ?Sponsorenrallye? statt.
Mit 116 Vorlesungen
● sollte auf die CVJM-Hochschule aufmerksam gemacht werden,
● sollten interessante Themen zur Sprache kommen,
● sollte Geld für die Hochschule eingeworben werden.
2009 haben sich 116 Personen mit mindestens ? 1000,-- an der Gründung der Hochschule beteiligt. 2010 sollte in 116 Vorlesungen nicht nur daran angeknüpft werden, es sollte auch versucht werden, erneut Sponsorengelder einzuwerben. War die Idee ?verrückt,? wie manche Moderatoren die Vortragenden fragten? Nein, denn Vorlesungen sind nun einmal das ?Vehikel,? mit dem sich Dozenten und Studierende hineinwagen in den Wissensdschungel.
116 Menschen zu Wort kommen zu lassen, damit sie ihr Fachgebiet an einer Hochschule vortragen, hat sich als glückliche, spannende, lehrreiche Sache erwiesen. Den Studierenden öffnen sich so Wissensgebiete, die ihren Fächerkanon erweitern, ergänzen, Allgemeinwissen vermitteln. Nannte man das nicht früher ?Studium Generale?!? War das nicht Aufgabe und Ziel von ?Universität.? Die Studierenden von CVJM-Kolleg und CVJM-Hochschule nahmen die Chance lebhaft war; - hat jemand an allen Vorlesungen teilgenommen? Eine wirkliche Marathonleistung!
Mehr Resonanz hätte die Veranstaltung verdient von den 116 Gründern der Hochschule, von Mitgliedern des CVJM sowie in der Öffentlichkeit, bei Nachbarn, bei Kasselern, bei Wissbegierigen. Man sollte dieses Abenteuer wiederholen, damit die Chance,sich umfassend zu informieren, zu bilden, miteinander ins Gespräch kommen von mehr Menschen genutzt werden kann, indem sie ihr Wissen einbringen, indem sie als Gasthörer ?Hochschulluft? der besonderen Art schnuppern.
Was wurde zur Sprache gebracht? Auch der Bericherstatter hat sich nur ?die Rosinen aus dem Kuchen gepickt,? so als erstes den Beitrag von Hans Eichel zur Finanzkrise. Warum der mitgemacht hat? ?Ich bin doch Kasselelaner (oder Kasseläner)! Arno Backhaus brachte sich selbst als ?ADS?- Betroffenen zur Sprache; engagiert, spannend, aufschlußreich;-das war schon ein Höhepunkt! Eine Kugelbahn bauen mit Dirk Waskönig, das hat Spaß gemacht! Tatsachen zu Jesus, wer wäre berufener als der Bibelübersetzer Roland Werner, hier einiges zurechtzurücken und gleichzetig die frohe Botschaft weiter zusagen. Dass Gott weder tot noch von der Wissenschaft begraben ist, legte Dr. Jürgen Spieß dar und lieferte gute Argumente für die Diskussion mit ?Neuatheisten.? ?World Vision? kennenzulernen und auf die Not von Kindern und Müttern in der Welt aufmerksam zu werden, das war wichtig. Werte ohne Wurzeln? nochmal ?Finanzkrise?und dann Dietrich Bonhoeffer, der Donnerstag forderte die Zuhörer in vieler Hinsicht.
Der Freitag begann mit ?normalen? Vorlesungen von Dozenten des Hauses und gab dem Gast neben dem Einblick in den realen Hochschulbetrieb wichtige Impulse zum Johannesevangelium, zur Kirchengeschichte, zur psychologischen Sicht auf ?Bekehrung?. Da war es gut, daß abends in der Dokumentehalle auch Kultur geboten wurde in Form von Tanz und Liedern von Martin Moro. Am Samstag. Endspurt! U.a. melden sich drei Hochschulpaten zu Wort.
Geistlich leiten von Karl-Heinz Stengel und ?was Kirche von Werbung lernen kann? von Thomas Joussen, das waren die letzten Highlights vor der Abschlußfeier, in der Dr. Wolfgang Neuser nicht nur seine Ernennung zum Proffessor mitgeteilt wurde, sondern auch seine Berufung zum Rektor der Hochschule ausgesprochen wurde. Pläne für den Ausbau der Hochschule machten klar: Es gibt noch viel zu tun, wir haben es angepackt!
War des Alles? 116 Stunden Vorlesungsmarathon sind nicht leicht in einen kurzen Artikel zu bringen , aber auf der Website der CVJM-Hochschule gibt es sicher mehr Informationen. Noch nicht gespendet? Auch dazu ist Gelegenheit, zum Beispiel über uns, die hochschulpaten. ...und Mitglieder können noch mehr tun für die junge, innovative, lebhafte CVJM-Hochschule.
Rolf Karkmann

